Krippendorfer Bockwindmühle wird wieder aufgebaut

Die Zeit des Modell-Aufstellens der Bockwindmühle in Krippendorf ist vorbei. Seit Donnerstag stehen bereits der Bock, der Hausbaum, der Sattel und die so genannten Mehlbalken für die Mühle, die nur wenige Meter neben ihrem alten Standort wieder aufgebaut wird

 

Jena. Eine Holzfirma aus Mackenrode ist mit den Zimmererarbeiten beauftragt. Geplant ist, dass die Mühle, wenn auch zunächst ohne Technik, bis zum Mühlentag des nächsten Jahres fertiggestellt sein soll. Der Einbau der Mühlentechnik beginnt im Frühjahr und wird eventuell noch im Jahr 2010 abgeschlossen sein. Nach endgültiger Fertigstellung wird die Mühle als funktionstüchtiges Schauobjekt zu besichtigen sein.

 

Krippendorf2009 Fördergelder genehmigt: Der Wiederaufbau der Bockwindmühle in Krippendorf, die vom Orkan Kyrill zerstört wurde, hat begonnen. Foto: Beier

In der Nacht vom 18. zum 19. Januar 2007 hatte der Orkan "Kyrill" die 1740 erbaute Mühle zerstört. Lange hatte es gedauert, bis am 31. August dieses Jahres der erste Spatenstich für den Wiederaufbau gefeiert werden konnte. Verzögerungen waren eingetreten wegen eigentumsrechtlichen Fragen. Die der Familie Westermann gehörende Mühle stand auf privatem Grund. Erst im Juli 2009 konnte die Stadt Jena wenige Meter vom alten Standort ein Grundstück kaufen, auf dem das technische Denkmal aus alten und neuen Teilen wieder errichtet wird. Erst dadurch wurde eine öffentliche Förderung des Projektes durch das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera möglich. Die Baukosten von 250.000 Euro trägt die Stadt Jena, die 70 Prozent der Summe in drei Jahresscheiben aus dem Förderprogramm der Dorferneuerung zurückerstattet bekommt. Die Stadt wird beim Wiederaufbau der Mühle unterstützt vom Krippendorfer Orts- und Feuerwehrverein, vom Verein Lebensraum Gönnatal, der Arbeitsgemeinschaft 1806 und vielen freiwilligen Helfern.

 

Quelle und weitere Infos: Thüringer Allgemeine Zeitung v. 16.11.2009